Andre Thieme mit Chacaria (Foto: Silvia Reiner, Archiv)

Mit zwei Doppelnull-Runden zum Sieg im LONGINES FEI Jumping Nations Cup™ of Poland

Schon nach dem ersten Umlauf lag das deutsche Team in Führung. Drei fehlerfreie Ritte von Christian Kukuk, und Europameister Andre Thieme sorgten für das beste Ergebnis der acht Teams, die in Sopot am Start waren. Auf Platz 2 lagen die Schweizer mit 4 Strafpunkten. mit Kevin Staut, Edward Levy, Gregory Cottard und Julien Gonin beendete die erste Runde mit 7 Fehlerpunkten. Damit war im Kampf um den Sieg noch alles offen. Die Entscheidung im  LONGINES FEI Jumping Nations Cup™ of Poland musste im zweiten Umlauf fallen.

Deutschland mit den besten Chancen und den besten Nerven

Mit der makellosen Bilanz von 0 Punkten war die deutsche Mannschaft in der zweiten Runde in der Favoritenrolle. Aber  Philipp Weishaupt hatte als erster Reiter wie im ersten Umlauf einen Abwurf. Genauso erging es Christian Kukuk. Damit hatte das deutsche Team nun 4 Punkte auf seinem Konto und lag nach zwei Reitern mit den Schweizern gleichauf. Die französischen Reiter hatten die zweite Runde durch und Edward Levy mit zwei fehlerfreien Ritten eröffnet und konnten sich nun sogar noch Siegeschancen ausrechnen, denn dafür würde ein einziger Abwurf beim Team Schweiz oder bei den deutschen Reitern genügen. Gregory Cottard (FRA) machte es dann sehr spannend, denn für ihn standen am Ende des Parcours 4 Fehlerpunkte zu Buche. Für die Schweiz wäre nun ein fehlerfreier Ritt nötig gewesen, aber Elin Ott hatte ebenfalls einen Abwurf. Damit hatten die Schweizer 8 Punkte und 7. Um die Spitzenposition zu behalten musste danach fehlerfrei bleiben. Das gelang ihr auch mit einem sehr couragierten Ritt. Für die letzten Reiter der drei Spitzenteams war der Druck nun enorm hoch. Für den Sieg brauchten alle eine Nullrunde. Aber nur Team Deutschland konnte aus eigener Kraft den Erfolg im LONGINES FEI Jumping Nations Cup™ of Poland perfekt machen. Zunächst sorgte Julien Gonin als letzter französischer Reiter mit einer souveränen Nullrunde dafür, dass mit  nun 7 Punkten aus zwei Umläufen seine Siegeschancen wahren konnte. Edouard Schmitz aus der Schweiz kam im Anschluss auch ohne Abwurf ins Ziel. Aber die Schweiz hatte ja bereits 8 Fehlerpunkte und lag damit hinter dem französischen Team. Nun lastete die ganze Verantwortung auf den Schultern von Europameister Andre Thieme. Mit einem fehlerfreien Ritt konnte er dem deutschen Team den Sieg sichern. Wenn allerdings eine Stange fallen würde, würden die französischen Reiter ganz oben auf dem Treppchen stehen. Aber Andre Thieme und seine Stute Chacaria behielten die Nerven und lieferten nach die zweite Doppel-Nullrunde und sicherten damit den Sieg der deutschen Mannschaft vor und der Schweiz.

 

 

Fotos: Silvia und Hans-Joachim Reiner