Marcus Ehning und Pret a Tout (Foto: Hans-Joachim Reiner)

Marcus Ehning und Pret A Tout mit großartiger Leistung

Marcus Ehning war der dritte Starter im Umlauf des Championats von Leipzig. Er war auch der erste Reiter, dem es gelang, fehlerfrei zu bleiben. Mit seinem 17-jährigen Pret aTout zeigte er dem Publikum in der Leipziger Messehalle einen beeindruckenden Ritt und qualifizierte sich für das Stechen. Nach ihm gelang das auch Michael Jung und dem Zweiten der Weltrangliste Steve Guerdat aus der Schweiz. Dann mussten die Zuschauer bis zum achtunddreißigsten Starter warten. Dann konnten sie die nächste Nullrunde bejubeln. Mit Bryan Balsiger war es ein weiterer Schweizer, der sich für das Stechen qualifizieren konnte. Dann schien der Bann gebrochen. Unmittelbar nacheinander blieben Toni Haßmann (GER), Kevin Staut (FRA) und Maurice Tebbel (GER) fehlerfrei. Auch Hendrik Sosath kam mit seinem selbst gezogenen Schimmelhengst Casino Berlin ohne Abwurf ins Ziel. Damit waren es 8 Reiter, die das Stechen erreicht hatten.

Ein schnelles und spannendes Stechen um den Sieg

“Ist es nicht so, das man es als erster Starter im Stechen besonders schwer hat?” fragte Kim Kreling in der Pressekonferenz nach dem Championat.

Marcus Ehning antwortete darauf: “Das ist eigentlich egal, wir kennen uns so lange. Am Anfang wäre eventuell einer weniger drin gewesen. Aber dann ab  Sprung 3 ging es ganz schnell. Da war ich sehr zufrieden.”  Wie schnell das war, zeigte sich dann im Verlauf des Stechens. Olympiasieger Michael Jung versuchte es als erster, die Zeit von Marcus Ehning zu unterbieten. Er blieb fehlerfrei, war aber mit seinem Schimmel Sportsmann S fast eine Sekunde langsamer. Steve Guerdat, der am letzten Sonntag in Basel nach einem furiosen Ritt im Weltcup gesiegt hatte, war auch heute sehr schnell. Aber im Ziel war er rund eineinhalb Sekunden langsamer. Auch Bryan Balsiger und Maurice Tebbel, die beide im Stechen fehlerfrei blieben, kamen nicht an die Zeit von Marcus Ehning heran.

Hendrik Sosath, Kevin Staut und Toni Haßmann hatten einen oder mehrere Abwürfe und konnten nicht in den Kampf um die Podestplätze eingreifen.

Auf die Frage, ob es denn schwierig gewesen sei, solange auf die Entscheidung warten zu müssen, meinte Marcus Ehning schmunzelnd:

“Ja wenn ich geritten bin, kann ich ja eh’ nichts mehr machen.”

Fotos: Silvia und Hans-Joachim Reiner

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