Pferdesport trauert um Lutz Gössing

Olympia-Reiter, Züchter und Förderer lebt nicht mehr

Lutz Gössing ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Foto: S. Lafrentz

Der deutsche Pferdesport trauert um Ludwig „Lutz“ Gössing. Der Olympiamedaillengewinner, erfolgreiche Reiter und Züchter sowie langjährige Förderer des Nachwuchssports verstarb im Alter von 88 Jahren.

Lutz Gössing feierte in der Vielseitigkeit seine ersten großen Erfolge, wurde 1966 und 1967 Deutscher Meister und gehörte 1972 in München zur deutschen Mannschaft, die mit Harry Klugmann, Karl Schultz und Horst Karsten die olympische Bronzemedaille gewann.

Nach den Olympischen Spielen wandte sich Gössing dem Springsport und der Pferdezucht zu. Für Deutschland bestritt er 13 Nationenpreise und führte gemeinsam mit seiner Ehefrau Christa einen Turnierstall in Steinhagen-Brockhagen. Als Züchter schrieb er mit der Stute Rosella G Pferdesportgeschichte: Die von ihm gezogene und selbst vorgestellte Tochter des Ramiro gewann 1985 und 1986 zweimal in Folge das Bundeschampionat.

Mindestens ebenso prägend wie seine Erfolge im Sattel war jedoch sein Engagement für andere. Gemeinsam mit seiner 2011 verstorbenen Ehefrau Christa unterstützte Lutz Gössing über Jahrzehnte junge Reiterinnen und Reiter auf ihrem Weg in den Spitzensport. Für seine Verdienste wurde Lutz Gössing mit dem Deutschen Reiterkreuz in Silber der Deutschen Reiterlichen Vereinigung und mit dem Friedensreiterpreis des Westfälischen Reitervereins ausgezeichnet. Mit Lutz Gössing verliert der deutsche Pferdesport eine Persönlichkeit, die ihn über Jahrzehnte in vielfältiger Weise geprägt hat: als Olympiareiter, als Pferdemann, als Züchter und als Förderer ganzer Reitergenerationen. Pferdesport Deutschland/sag

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