Patrick Stühlmeyer und Philipp Schulze Topphoff  nutzten ihre letzte Qualifikationschance

Philipp Schulze Topphoff

Für die beiden deutschen Reiter ging es heute in Helsinki buchstäblich um alles. Am vergangenen Wochenende konnten sie bei der Gothenborg Horse Show, dem vorletzten Qualifikationsturnier für das Weltcup-Finale in Fort Worth (USA), leider keine Punkte sammeln. Sie mussten nun bei der Helsinki International Horse Show möglichst das Stechen erreichen, um sich damit die Voraussetzung zu schaffen, vielleicht doch noch in Fort Worth dabei zu sein. Philipp Schulze Topphoff lag mit 29 Punkten auf Platz 21 und Patrick Stühlmeyer belegte vor dem heutigen Weltcup-Springen Rang 24. Für beide lief es dann heute aber leider nicht so optimal. Patrick Stühlmeyer , der mit Baloutaire PS schon als vierter Reiter an den Start ging, hatte einen Abwurf und ritt nach 71,77 Sekunden über die Ziellinie. Ähnlich erging es Philipp Schulze Topphoff  mit Carla NRW, bei deren Runde in 71,92 Sekunden ebenfalls eine Stange fiel.

Beide Reiter mussten nun abwarten, ob sie noch in die Punktwertung kommen würden, was natürlich vor allem davon abhing, wie viele Nullrunden und wieviel  schnellere 4-Fehler-Runden es geben würde. Es blieb auch bis zum letzten Starter sehr spannend. Sieben Reiterinnen und Reiter kamen ohne Fehler ins Ziel. Jordy van Massenhove  hatte einen Zeitfehler und Julien Anquetin ,Malin Baryard-Johnsson und Gregory Wathelet  hatten zwar auch jeweils einen Abwurf, waren aber schneller. Nachdem mit dem Niederländer Mans Thijssen  der letzte Reiter über die Ziellinie geritten war, stand fest, dass Patrick Stühlmeyer und Philipp Schulze Topphoff  auf den Plätze 12 und 13 das Springen beendet hatten. Nun begann das große Zittern. Würden die 5 beziehungsweise 4 Punkte reichen, um sich doch noch für das Weltcup-Finale in Fort Worth zu qualifizieren? Es dauerte relativ lange, bis die Liste der qualifizierten Reiterinnen und Reiter veröffentlicht wurde, auf der Patrick Stühlmeyer und Philipp Schulze Topphoff  die Plätze 20 und 21 belegten. Das war nach den Regularien der FEI die Qualifikation, obwohl sich ja eigentlich nur 18 Reiterinnen und Reiter aus der Western European League für Fort Worth qualifizieren konnte. Grundlage dafür ist, dass der Titelverteidiger Julien Epaillard  automatisch qualifiziert ist. Eiken Sato und Yuri Mansur sind als Q-EA (qualified as Extra Athlete) beim Finale startberechtigt. (siehe: FINAL STANDINGS following the 13th leg in HELSINKI )  So konnten sich Patrick Stühlmeyer und Philipp Schulze Topphof  noch in letzter Sekunde für das Weltcup-Finale qualifizieren

Fotos: © Silvia und Hans-Joachim Reiner