Dem Sieger gratulieren v.l. ALRV-Aufsichtsratsmitglied Jürgen Petershagen, Turkish Airlines-Vorstandsmitglied Mithat Görkem Aksoy und Yunus Ozleyen, Sponsorship Investments Turkish Airlines. (Foto: CHIO/Michael Strauch) Quelle: Pressemitteilung CHIO Aachen 2021 vom 15.09.2021

Turkish Airlines-Preis von Europa für Max Kühner

Die besten 12 Reiter-Pferd-Paare hatten sich für den zweiten Umlauf qualifiziert. Dabei hatte sich gezeigt, dass eine Nullrunde allein dafür nicht ausreichte. Fehlerfrei geblieben waren in der ersten Runde nämlich 20 Reiterinnen und Reiter. Deshalb musste die gerittene Zeit entscheiden. Dabei ging es recht knapp zu. Max Kühner hatte es mit 87,03 Sekunden im ersten Umlauf gerade noch auf Platz 12 geschafft.

Im zweiten Umlauf wurde in umgekehrter Reihenfolge gestartet. Das hieß, dass der Reiter mit der schnellsten Zeit am Ende in den Parcours kommen würde. Für Max Kühner bedeutete das, dass er den Anfang machen musste, was in den meisten Fällen eine ungünstige Ausgangsposition ist. Aber der erfahrene Reiter, der für Österreich an den Start ging und in Starnberg lebt, zeigte sich davon unbeeindruckt. Für ihn war klar, dass er vorlegen musste. Und das tat er mit Elektric Blue P sehr eindrucksvoll. Er blieb ohne Abwurf und war nach 56,36 Sekunden im Ziel. Würde das für eine vordere Platzierung oder gar für den Sieg reichen?

Daniel Bluman (ISR) war als vierter Reiter fast eine schneller, hatte aber einen Abwurf. Auch Jerome Guery aus Belgien war sehr schnell, kam aber nicht an die Zeit von Max Kühner heran. Seine 56,87 Sekunden brachten ihm Rang 3 im Turkish Airlines-Preis von Europa.

Als Luciana Diniz (POR) in den Parcours kam, wurde es noch einmal sehr spannend. Bis zum letzten Sprung sah es so aus, als würde sie es schaffen, die Zeit von Max Kühner zu unterbieten. Aber dann war sie doch 0,19 Sekunden langsamer. In 56,55 Sekunden belegte sie den zweiten Platz.

Damit gelang Max Kühner ein Start-Ziel-Sieg im Turkish Airlines-Preis von Europa. Außerdem qualifizierte er sich durch seinen Erfolg für den Rolex am kommenden Sonntag. Nach seinem Sieg im Grand Prix von s’Hertogenbosch kann er sich nun auch Hoffnungen auf den Rolex Grand Slam machen.

Elektric Blue P,  wurde von dem Brandenburger Tobias Pfitzmann aus Linde im Löwenberger Land gezogen. Pfitzmann ist Landwirt, war Vielseitigkeitsreiter und veranstaltet auch Turniere. Er hatte den zur in München vorgestellt. Dort kaufte ihn Max Kühner. Nun ist Elektric Blue P im ganz  großen Sport sehr erfolgreich.

Das Ergebnis im Turkish Airlines-Preis von Europa