Scott Brash und sichern sich den ersten und den zweiten Platz

Der Umlauf im FEI Longines bei der London International Horse Show war schwierig aber fair gestaltet. Parcoursdesigner Kelvin Bywater (GBR) hatte mit seinem Team eine ganze Reihe von Schwierigkeiten eingebaut. So endete der Umlauf mit der dreifachen Kombination, die sonst eher in der Mitte des zu absolvieren ist. Darüberhinaus waren einige schwierige Distanzen durch die Reiter richtig einzuschätzen und natürlich die Hindernishöhen von bis zu 1,60 m zu meistern.

Dreizehn von 35 Teilnehmern, die sich in die Startliste eingetragen hatten, gelang es, im Umlauf ohne Fehler zu bleiben. Malin Baryard-Johnsson (SWE) eröffnete dann das mit einem sehr schönen Ritt, musste aber am letzten Hindernis einen Fehler hinnehmen.

Im Anschluss versuchte der junge Maurice Tebbel (GER), der sich unglaublich über seinen Nullfehlerritt im Umlauf gefreut hatte, auch im Stechparcours fehlerfrei zu bleiben, was ihm aber nicht gelang. Am Ende landete er auf Rang 12. Auch Olivier Robert (FRA), Edwina Tops-Alexander (AUS) und die  italienischen Reitern Piergiorgio Bucci und Lorenzo de Luca schafften keine Nullrunde.

Erst Ben Maher, als erster von insgesamt drei britischen Startern im absolvierte den Parcours ohne Abwurf in einer Zeit von 38,85 Sekunden. Mit seiner Diva II setzte er damit eine Marke, an der sich nun alle folgenden Reiter messen lassen mussten. Die US-Amerikanerin Laura Kraut zeigte einen tollen Ritt, kam aber mit ihrer Stute Zeremonie nicht an die Zeit des Briten heran. Auch die Springsportlegende John Whitaker blieb auf Ornellaia über der Zeit seines Landsmanns. H&M Harley vd Bisschop, der des jungen Belgiers Nicola Philippaerts, war zwar sehr schnell, aber in 39,07 Sekunden nicht schnell genug, um Ben Mahers Zeit zu unterbieten.

Die deutschen Hoffnungen ruhten nun auf Daniel Deusser und Equita van T Zorgvliet. Aber auch den beiden gelang es nicht, sich an die Spitze zu setzen. Nun war es an Scott Brash (GBR), der als vorletzter Starter an der Reihe war, vielleicht doch noch schneller als zu sein.

Scott Brash setzte alles auf eine Karte, ritt unglaubliche Wendungen, verkürzte geschickt die Distanzen und wurde am Ende dafür belohnt. In 38,73 holte er sich den Sieg vor seinem Landmann und sicherte damit den britischen Doppelerfolg im FEI Longines bei der London International Horse Show.

https://www.longinestiming.com/#!/equestrian/2016/1271/html/en/longinestiming/resultlist_20.html