Wird das Wetter beim Nationenpreis-Finale mitspielen?
Während in Katalonien der Ausnahmezustand herrscht, bereitet sich das deutsche Springteam auf das Nationenpreisfinale in Barcelona vor. Heftige Regenfälle haben große Teile der Region lahmgelegt. Für das deutsche Team gibt es bislang jedoch Entwarnung. „Wir haben noch nichts abbekommen. Alle Pferde haben den Vetcheck bestanden und waren auch schon springen. In der nächsten Stunde ist aber Regen angekündigt, mal sehen, was da kommt“, berichtete Bundestrainer Otto Becker am Donnerstag.
Während das Unwetter in Katalonien weiter für erhebliche Einschränkungen sorgt, richtet sich der Blick bereits auf die kommenden Tage. „Fürs Wochenende ist weiterer Regen angekündigt“, sagt Becker.
Bereits am Freitagabend steht um 20 Uhr der Große Preis von Barcelona auf dem Programm. Allerdings werden die deutschen Reiter dort überwiegend mit anderen Pferden antreten als im Nationenpreisfinale. „Denn am Sonntag sollen die Pferde richtig fit sein“, erklärt Becker.
Von den Goldmedaillengewinnern der Weltmeisterschaften in Aachen ist mit Marcus Ehning und Coolio lediglich ein Erfolgspaar auch in Barcelona am Start. Sophie Hinners und Richard Vogel reisten dagegen ohne ihre Top-Pferde Singclair beziehungsweise United Touch S nach Spanien. Mit diesen waren sie noch Mitte September bei den internationalen Turnieren in Kanada unterwegs.
„Aachen, Calgary und Barcelona wären für die Pferde einfach zu viel gewesen. Im Fußball würde man das Belastungssteuerung nennen“, erläutert Becker. „Für uns steht das Wohl der Pferde an erster Stelle. Aber unsere Reiter verfügen auch über sehr gute Zweitpferde.“
So wird Sophie Hinners im Nationenpreisfinale mit Iron Dames My Prins antreten, Richard Vogel mit Cloudio. Komplettiert wird das deutsche Aufgebot durch Jörne Sprehe mit Toys. Als Reservepaar sind Kendra Claricia Brinkop und Replay van’t Paradijs nach Spanien gereist.
Die Zielsetzung ist klar: „Wir wollen am Sonntag in Barcelona gewinnen“, sagt Becker.
Das Nationenpreisfinale beginnt am Sonntag um 12 Uhr und wird ab 11.45 Uhr im ZDF-Livestream übertragen. Allerdings macht der Modus den Nationen die Aufgabe nicht leicht. Im ersten Umlauf gehen alle vier Reiterinnen und Reiter an den Start, wobei ein Ergebnis gestrichen wird. Im zweiten Durchgang sind dann nur noch drei Paare pro Nation startberechtigt. Welche drei Reiter weitermachen, muss der Bundestrainer in der Pause zwischen den Umläufen festlegen.
„Dann zählt jeder mögliche Abwurf und jedes Ergebnis“, sagt Becker. „Da kann es ganz schnell in die eine oder in die andere Richtung gehen.“ Für Deutschland soll es aber nur nach vorne gehen – und das hoffentlich im Trockenen. Pferdesport Deutschland/fels
