Julia Krajewski (Foto ALRV/© Camille Peter – MovingMemories)

Julia Krajewski und das britische Team nach der Dressur auf Platz 1

Mit 22,00 Fehlerpunkten liegt Julia Krajewski mit  Uelzener`s Nickel nach der Dressur beim FEI Eventing World Championship in Aachen auf Platz 1. Zweite ist die Britin Laura Collett (22,8 Fehlerpunkte). Auf Rang 3 liegt Michael Jung , der erfolgreichste deutsche Vielseitigkeitsreiter der Geschichte (u.a. viermal  olympisches Gold) mit 23,00 Fehlerpunkten.

Michael Jung (Foto © Thomas Reiner)

„So macht Dressurreiten Spaß“, sprudelte es aus Julia Krajewski heraus, nachdem sie im Sattel ihres Holsteiner Wallachs Uelzener’s Nickel die Bahn verlassen hatte. Was die Olympiasiegerin im Sattel gespürt hatte, konnten die Zuschauer im bestens gefüllten Stadion 2 im Allianz Park mit eigenen Augen nachvollziehen. Der zwölfjährige Numero Uno-Sohn zeigte die anspruchsvolle olympische Dressuraufgabe, die erst seit diesem Jahr geritten wird, nicht nur fehlerfrei, sondern mit viel Schwung, im Gleichgewicht und in perfekter Anlehnung. Es sei „definitiv die beste Dressur in diesem Jahr“ gewesen, so Krajewski, „vielleicht sogar die beste überhaupt“. Das spiegelt sich nicht nur in den erzielten 22,0 Punkten wider, sondern auch in der Zwischenwertung: Rang eins!

Die internationale Konkurrenz lauert jedoch dicht dahinter. Als Zweitbeste der Dressur präsentierte sich die zweifache Europameisterin Laura Collett mit ihrem bewährten Championatspferd London. „Mein Pferd liebt es, sich zu präsentieren“, sagte die Britin. Und genau das tat der 17-jährige Holsteiner auch: „Er stand sehr schön an meinen Hilfen.“ Die Jury vergab 22,8 Punkte – Platz zwei. Knapp dahinter rangiert der dreifache Einzel-Olympiasieger Michael Jung (23,0). Im Sattel seines routinierten fischerChipmunk FRH, der bereits sein achtes Championat bestreitet, gelang ihm eine ausdrucksstarke und harmonische Vorstellung, in der lediglich ein nicht sauber durchgesprungener fliegender Wechsel wenige Zehntel kostete. „Das ist uns noch nie passiert – oder zumindest die letzten Jahre nicht“, so Jung. Mit seiner Gesamtleistung war der Deutsche dennoch sehr zufrieden: „Ich bin super happy, wie er sich hat reiten lassen. Es ist immer noch ein gutes Ergebnis“, betonte er – und fügte mit einem Schmunzeln hinzu: „Ich hoffe, das war der letzte Fehler, der uns dieses Wochenende passiert.“

Für die Mannschaftswertung bedeutet das: Großbritannien setzt sich mit 72,8 Punkten an die Spitze, Deutschland (73,6) liegt in unmittelbarer Schlagdistanz, gefolgt von Frankreich auf Rang drei (84,5). Doch allen Beteiligten ist bewusst, dass dies nur eine Momentaufnahme ist – oder, wie es Laura Collett formulierte: „Wir können uns jetzt fünf Minuten freuen – aber danach liegt der Fokus auf morgen!“ Dann nämlich steht im Rahmen des DHL-Preises die Geländeprüfung auf dem Programm. Course Designer Giuseppe Della Chiesa hat einen technisch anspruchsvollen Kurs entworfen, der von den Reitern und Teams einhellig als „fair“ beschrieben wird. „Es gibt viele Optionen und die Zeit ist nicht ganz so leicht zu kriegen“, sagt Julia Krajewski. „Aber es wird genügend geben, die das gut absolvieren – und ich hoffe, wir gehören dazu.“      Quelle: Pressemitteilung ALRV vom 14.August 2026

Ergebnis Einzel       Ergebnis Team

Fotos: (Foto ALRV/© Camille Peter – MovingMemories), Thomas Reiner