Siegerehrung im FEI Dressage World Championship Individual Grand Prix Special MEGGLE-Prize  (Foto ALRV ©Jasmin Metzner)

Für Charlotte Fry war die Titelverteidigung  das Ziel

Bei den Weltmeisterschaften 2022 im dänischen Herning siegte Charlotte Fry mit ihrem GlamourdaleIn Aachen wollte sie nun ihren Titel verteidigen. Und das gelang der dreißigjährigen Britin auf eindrucksvolle Weise.

„Nicht weniger emotional wurde es, als Katharina Hemmer und Denoix PCH das Viereck betraten. Mit einem neuen Personal Best hatten die beiden bereits maßgeblich zum Mannschaftsgold ihrer Equipe beigetragen. Der Grand Prix Special sollte nur die Zugabe – oder wie die 32-Jährige sagte: „die Kirsche auf der Torte“ sein. Und was für eine es wurde! „Fokus, Fokus, Fokus“ habe sie sich immer wieder selbst gesagt, gab Katharina Hemmer einen Einblick in ihre Gefühlswelt, während eine Lektion nach der anderen mit spielerischer Leichtigkeit gelang. Und sogar das letzte Halten, das im Grand Prix aufgrund der überschwellenden Emotionen doch sehr verwischte, sollte heute gelingen. „Ich bin absolut sprachlos“, so die Reiterin mit zittriger Stimme, nachdem 80,866 Prozent auf der Anzeigentafel aufleuchteten. Und immer, wenn das Wort auf ihren Sportpartner kam, schaffte sie es nicht, ihre Emotionen zu kontrollieren. „Er ist einfach mein bester Freund!“ Aus ebendiesem Grund kommunizierte sie auch sogleich die Entscheidung, ihren „Purzel“ – wie er im Stall liebevoll genannt wird – in der Grand Prix Kür, dem Lindt-Preis, nicht an den Start zu bringen. „Wir haben hier so viel mehr erreicht, als wir uns erhofft haben. Aufgrund einer kleinen Verletzungspause im Sommer hatten wir nicht genügend Zeit, die Kür vorzubereiten.“

Für ebendiese Kür am morgigen Samstagabend unter Flutlicht hat sich die Dänin Cathrine Laudrup-Dufour vor allem eines vorgenommen: die Fehler aus dem heutigen Grand Prix Special nicht zu wiederholen. „Mein Pferd ist in einer so bestechenden Form. Ich hoffe sehr, dass die Reiterin es morgen auch sein wird“, sagte die 34-Jährige mit einem Anflug von Selbstironie. Mit Missgeschicken in den Wechseltouren und der Rechtspirouette hatte sie im Sattel ihrer 17-jährigen Stute Mount St John Freestyle zwar wertvolle Punkte liegen lassen, in vielen Teilen der Aufgabe aber mit einer beeindruckenden Silhouette und wunderbar fließenden Übergängen geglänzt. Am Ende bedeuteten 80,927 Prozent die Silbermedaille. In der morgigen Kür wird die Weltranglisten-Erste ein neues Programm vorstellen. „Freestyle liebt die Musik“, ist sich die Dänin sicher – und in diesem Moment huschte wieder ein Lächeln über ihr Gesicht. „Ich freue mich darauf.“

Die besten 18 Paare aus dem Grand Prix Special sind im Lindt-Preis startberechtigt, der am Samstagabend um 19 Uhr beginnt. Dann möchten auch die erfolgreichste Dressurreiterin aller Zeiten, Isabell Werth mit Wendy de Fontaine (79,544 %), und der belgische Doppel-Europameister Justin Verboomen (79,362 %) im Kampf um die Medaillen ein Wörtchen mitreden. Heute rangierten die beiden Paarungen aus Deutschland und Belgien auf den Plätzen vier und fünf.“      Quelle: Pressemitteilung ALRV vom 14.August 2026

Foto: ALRV © Jasmin Metzner

Das Ergebnis FEI Dressage World Championship Individual Grand Prix Special MEGGLE-Prize