Ich habe sie gesehen und mich sofort verliebt!“ 

Philipp Weishaupt auf der Ehrenrunde

Das sagte Philipp Weishaupt über seine Stute Lady Concern du Rezidal, die er vor knapp zwei Jahren kennengelernt hatte. Heute gewann er mit ihr den Großen Preis der Deutschen Kreditbank AG . Nur fünf Reiterinnen und Reiter waren in dem von Marco Hesse und Ralf Stehr gestalteten Parcours fehlerfrei geblieben.

Parcoursdesigner Ralf Stehr und Marco Hesse

Der Parcoursbauer hat einen super Job gemacht, die ganze Woche“, lobte Weishaupt. „Hätte er die Zeit auch nur um eine Sekunde verlängert, wären alle ein bisschen langsamer geritten und wir hätten wahrscheinlich noch viel mehr Nuller bekommen. Ich finde, fünf Reiter im Stechen eines Großen Preises – das reicht vollkommen.“

Philipp Weishaupt, Parcoursdesigner Marco Hesse und Holger Wulschner

Über sein Ziel im Stechen sagte Philipp Weishaupt im Pressegespräch nach seinem Sieg: Ich wollte schneller sein als Ales.“   Das hatte dann auch geklappt. Er war im Ziel 0,17 Sekunden schneller als der tschechische Reiter.

Beide feierten den wohlverdienten Erfolg im Pressegespräch bei einem Glas Bier , der eine  den Sieg und der andere den zweiten Platz.

Der Schwede Douglas Lindelöw, der sich als zweiter Reiter für das Stechen qualifiziert hatte, kam mit einem Abwurf in 47,10 Sekunden ins Ziel und wurde Dritter. Stefan Engbers, der gestern im Finale der Medium Tour Zweiter geworden war (reitsportportal.com berichtete) , belegte heute im Großen Preis den vierten Rang.

Schon im Umlauf hatte die junge  Mecklenburgerin Christin Wascher mit ihrer Nullrunde für Riesenjubel gesorgt. Als einzige Dame sprang sich die 27-Jährige aus Redefin in das Stechen der besten Fünf, umgeben von vier international erfahrenen Vollprofis. Wascher arbeitet im Labor eines Krankenhauses, Reiten ist ihr Hobby nebenbei. Eine Hobbyreiterin, die die Weltelite zum Schwitzen bringt!       Ganz Hohen Wieschendorf jubelte ihr begeistert  zu. Nach diesem sensationellen Ritt habe sie erst einmal damit zu gehabt, wieder runterzukommen. „Ich kenne Quincy schon sechs Jahre … Quincy ist ein sehr spezieller Typ. Umso spezieller er wird, umso besser springt er – er muss schon diese Verrücktheit haben.“ beschreibt Christin Wascher ihren 15-jährigen Hengst. 

Und dann habe ich eigentlich alles wie immer gemacht. Ich bin mit meinem Papa den Stechparcours durchgegangen, ganz in Ruhe, und dann einfach wieder ganz leicht abgeritten fürs Stechen.“ Im Stechen hatte sie dann zwar zwei Fehler, aber das Publikum feierte ihren fünften Platz  wie einen Sieg. 

Jens Wawrauschek, der im vergangenen Jahr den zweiten Platz im Großen Preis belegt hatte, war in diesem Jahr etwas vom Pech verfolgt. Er blieb zwar ohne Springfehler, aber er war o,47 Sekunden zu langsam… Mit einem Zeitstrafpunkt wurde er mit seiner Mava S Sechster.

Das Sieger-Zitat des Tages:

 „Unser Sport ist häufig zum Geschäft geworden, alles ist sehr professionell und mit maximalem Druck. Hier ist es so familiär. Du kommst hierher und fühlst dich wohl.“ (Philipp Weishaupt)

Das Ergebnis im Großen Preis der Deutschen Kreditbank AG

Fotos: © Silvia und Hans-Joachim Reiner

Quelle: PM (KiK/pe&pa)