From Left: Henrik von Eckermann, Malin Baryard- Johnsson, Peder Fredricson, Photo: FEI / Arnd Bronkhorst

 

Jubel 
Foto: Photo Copyright © / Arnd Bronkhorst

Team mit grandioser Bilanz zu Gold

Malin Bayard-Johnsson, Henrik von Eckermann und Peder Fredricson ritten  in Tokio insgesamt fünfzehnmal in den Parcours. 13 Ritte blieben fehlerfrei. Henrik von Eckermann war außerdem der einzige Reiter bei Olympia, der es schaffte, in allen Prüfungen ohne Fehler zu bleiben.  Das ist eine Leistung, die es bisher bei einem olympischen Championat noch niemals gegeben hat.

Deutschland  ohne Medaille

Leider konnte das deutsche Team nicht an die sehr guten Leistungen in der Qualifikation anknüpfen. Andre’ Thieme und Chakaria beendeten den Parcours mit 8 Fehlerpunkten. Don Diarado und Maurice Tebbel kamen mit einem unglücklichen Abwurf ins Ziel. Daniel Deusser, der Weltranglistenerste, den man eigentlich immer nur sehr souverän im Parcours erlebt, scheiterte mit Killer Queen plötzlich und völlig unerwartet in der Dreifachen. Damit waren die Medaillenchancen für das deutsche Team dahin und Daniel Deusser verzichtete zur Schonung seines Pferdes auf die Fortsetzung des Parcours.

Dramatisches Finale in der Teamentscheidung

Vor dem letzten Reiter lag das französische Team als Titelverteidiger in Führung. Simon Delestre und Matthieu Billot hatten den Parcours mit jeweils einem Zeitstrafpunkt beendet. Auf Rang 2 lagen die USA und Belgien, die jeweils 4 Fehlerpunkte auf ihrem Konto hatten. war mit Nevados S die große Hoffnung des belgischen Teams. Aber er kam mit zwei Abwürfen ins Ziel. Damit schien für sein Land eigentlich eine Medaille außer Reichweite zu sein. Für die Vereinigten Staaten kam  McLain Ward als Schlussreiter in den Parcours. Bis zur letzten Linie blieb er fehlerfrei. Aber dann fiel doch noch eine Stange. Das waren insgesamt 8 Fehlerpunkte für die USA und zu diesem Zeitpunkt mit Sicherheit die Bronzemedaille. Nun waren die an der Reihe. Nach herausragenden Leistungen aller drei Teamreiter in allen Springprüfungen hatte es Peder Fredricson in der Hand, mit einer Nullrunde die Goldmedaille für Schweden zu erkämpfen. Wie immer bei diesem olympischen Championat zeigte er eine souveräne Leistung und kam ohne Fehler zum letzten Hindernis des Parcours. Und hier passierte es: Die letzte Stange fiel. Damit hatten nun auch die Schweden 8 Fehlerpunkte. Damit wurde  ein Stechen um die Medaillen notwendig. Aber um welche Medaillen würde es dabei gehen? Das musste der letzte Ritt entscheiden. Penelope Leprevost hätte  für die Goldmedaille sichern können, wenn sie den Parcours mit maximal 3 Fehlerpunkten beendet hätte. Aber die erfahrene Reiterin, die 2016 mit dem französischen Team Gold gewonnen hatte, scheiterte. Nach zwei Verweigerungen musste sie ausscheiden. Das war sehr bitter für die französische Mannschaft. Damit gab es nun für Belgien die Bronzemedaille und für die USA und ging es im Stechen um Gold und Silber.

Spannung bis zum letzten Sprung…

Alle 3 Teamreiter der USA und Schwedens mussten nun im Stechen noch einmal in den Parcours. Henrik von Eckermann krönte seine Leistung mit einer weiteren Nullrunde. Auch Laura Kraut, Jessica Springsteen und blieben fehlerfrei. Nun mussten die letzten beiden Ritte die Entscheidung bringen. Bei Punktgleichheit wäre dann die Gesamtzeit des Teams das entscheidende Kriterium. Routinier McLain Ward legte vor. Nach 39,92 Sekunden war er ohne Abwurf im Ziel. Für Gold musste Peder Fredricson nun fehlerfrei in höchstens 40,30 Sekunden über die Ziellinie reiten. Der Silbermedaillengewinner in der Einzelkonkurrenz meisterte diese Aufgabe mit Bravour. Die Uhren stoppten für ihn nach 39,01 Sekunden. Das war die schnellste Zeit im Stechen und die hochverdiente Goldmedaille für das schwedische Team.

 

Team USA Siber, Photo Copyright © FEI/EFE/Kai Försterling

Team Belgien Bronze
Photo Copyright © FEI/EFE/Kai Försterling