Deutschland nach dem ersten Umlauf im Longines League of Nations™ Final auf dem ersten Rang
Die Wetterkapriolen führten in Barcelona auch am Finaltag zu zeitlichen Verschiebungen. Zum Glück waren aber der Parcours und der Abreiteplatz nach den Starkregenfällen der vergangenen Tage auch am Sonntag für Pferde und Reiter in sehr gutem Zustand. In der ersten Runde gab es nur ein Team, dass am Ende mit drei fehlerfreien Ritten glänzen konnte. Das war Deutschland. Marcus Ehning , Jörne Sprehe und Richard Vogel blieben ohne Abwurf. Nur beim Ritt von Sophie Hinners war eine Stange gefallen. Auch die belgische Mannschaft konnte sich über drei Ritte ohne Springfehler freuen. Nur Schlussreiter Abdel Saïd war etwas zu langsam und kassierte dafür einen Zeitstrafpunkt. Damit lag Belgien auf Platz 2. Brasilien und die USA hatten jeweils 4 Fehlerpunkte auf ihrem Konto. Es lag also alles ganz dicht beieinander.
Ein spannender zweiter Umlauf, aber noch keine Entscheidung
Zunächst begeisterten die brasilianischen Reiter das Publikum mit drei Nullrunden. Damit blieb es für Rodrigo Pessoa , João Victor Castro Aguiar Gomes De Lima und Stephan de Freitas Barcha bei 4 Fehlerpunkten. Das war zunächst Rang 3. Als aber bei der Belgierin Emilie Conter eine Stange fiel, tauschten Belgien und Brasilien die Plätze, denn das Team von Peter Weinberg hatte nun 5 Fehlerpunkte. Für Deutschland, das wie alle anderen Nationen nach dem Reglement nun nur noch mit drei Reitern am Start war, blieben Marcus Ehning und Jörne Sprehe erneut fehlerfrei. Schlussreiter Richard Vogel hatte es als letzter Reiter im Longines League of Nations™ Final nun selbst in der Hand, Deutschland nach 2024 zum zweiten Mal den Sieg zu sichern. Aber das gelang ihm nicht, denn eine Stange fiel. Nun lagen Brasilien und Deutschland mit jeweils 4 Punkten gleichauf und ein Stechen musste über den Sieg entscheiden.
Olympiasieger Rodrigo Pessoa und Mannschaftsweltmeister Richard Vogel kämpften im Stechen um den Sieg
- Rodrigo Pessoa
- Richard Vogel
Rodrigo Pessoa kam als erster Reiter in den Stechparcours. Gleich am ersten Hindernis gab es einen unglücklichen Abwurf. Das zwang ihn dazu, das Tempo zu erhöhen, um vielleicht durch eine sehr schnelle Zeit Richard Vogel unter Druck zu setzen. Für Richard Vogel war nun wieder alles möglich. Wenn er ohne Fehler ins Ziel käme, wäre das der Sieg für Team Deutschland. Bei einem Abwurf würde die Zeit entscheiden… Er machte es für alle sehr spannend, denn er war deutlich langsamer als Rodrigo Pessoa und er musste deshalb natürlich fehlerfrei bleiben. Das gelang ihm auch bis zum letzten Sprung, bei dem dann eine Stange zwar bedenklich wackelte, aber dann doch glücklicherweise in den Auflagen liegen blieb. Damit siegte Team Deutschland im Longines League of Nations™ Final von Barcelona 2026.
- Marcus Ehning
- Sophie Hinners
- Jörne Sprehe
- Richard Vogel






