Jonathan Grüber und ein erfolgreiches deutsches Team bei der Junioren EM
Hatte der 21 Jonathan Grüber, der dem RFC Löwenberg angehört und Azubi in der Seefelder Pferdeklinik ist, schon den fünften Platz bei der diesjährigen DM in Emlichheim an der niederländischen Grenze bejubelt, machte ihn die Silbermedaille bei der Jugend EM vom 11.
bis 16. August 2026 im rumänischen Orsorhei sprachlos. Durch das Wochenendtraining mit der Vizelandesmeisterin Großpferde Carola Slater-Diener Ende Juli in Teschendorf und dem Trainingslager der deutschen EM Juniorenequipe in Ungarn war er gut vorbereitet. Auch hatte er sich neue regensichere Leinen gekauft, um nicht wieder Gefahr zu laufen, dass sie bei Regen kaum griffig sind. Obendrein traten seinen Ponys Amaretto, Balios und Beekzicht`s Roland mit dem guten Beschlag vom Granseeer Olaf Peter an.
Doch ohne die Unterstützung seiner ganzen Familie, vor allem seines Opas Michael, wäre so ein EM Erfolg nicht möglich.
Während Joni, wie ihn die meisten rufen, seinen Sieg verinnerlichte und sich auch auf die lange Rücktour nach Deutschland vorbereitete, planten Familie Grüber und Freunde seinen Empfang in Teschendorf.
Das deutsche Team hatte bei der Junioren EM einen Start-Ziel-Sieg hingelegt. Schon nach der Dressur führte die German Equipe und kutschierte zu Mannschafts-Gold gleichauf mit den Niederlanden.
Lt. Regelwerk ging jedoch Gold an Germany auf Grund des besseren Geländeergebnisses. Der deutschen Mannschaft gehörten ebenso der Mansfelder Conner Bochnia, PSG Pony Power, aus Sachsen-Anhalt, Lennard Prinz, Sophia Ihnen, Xenia Marie Christian und Luisa Dietrich an. Emilia Piel schied im Gelände aus, nachdem ihr Pony gestolpert war. Fünf Medaillen zählten für Deutschland: einmal Gold, zweimal Silber und zweimal Bronze.
Darunter die Silberne von Jonathan Grüber aus dem brandenburgischen Oberhavel (143,72 Strafpunkte), der das Fundament für seinen Erfolg mit einem zweiten Platz in der Dressur legte. Im Marathon wurde er Dritter. Vor der letzten Disziplin Kegelfahren lag er nur 2.76 Punkte hinter dem Ungarn. Allerdings kamen dann im Kegelfahren zwei Fehler und eine Zeitüberschreitung hinzu. Er lobte seine Ponys Amaretto, Balios und Beekzicht`s Roland, die ihm aufs Wort und Leine gehorchten.
Die Hitze hätte ihnen nichts ausgemacht. Joni, wie ihn alle rufen, musste nur dem Ungarn Daniel Saru (139,51 Pkt.) den Vortritt lassen. Zur Bronze kutschierte in dieser Kategorie eine weitere Deutsche, Michele Schildt mit Lu und Lucky aus dem mecklenburgischen Nieköhr im Landkreis Rostock (152,12 Pkt.).
Eine weitere Bronzemedaille schaffte bei den Pony-Einspännern die Bayerin Sophia Ihnen mit ihrer zwölfjährigen Deutschen Reitponystute Reitlands Feenzauber. Für den größten deutschen Einzelerfolg sorgte Nele Engelmann aus Niedersachsen in U 18 Pony Zweispänner. Mit ihren Ponys Engelmanns Maddy und Neu Lohoff Karamell holte sie mit einem deutlichen Sieg den EM Titel. Die Children waren am Erfolg nicht beteiligt.
Insgesamt traten zehn Nationen als Mannschaft an. „Wir hatten eine tolle EM und freuen uns sehr über Gold, vor allem, weil es vor zwei Jahren noch Team Bronze war. Aber das ist natürlich auch viel Arbeit mit 16 Jugendlichen bei einem Championat. Alle waren super diszipliniert und es hat auch super geklappt“, freute sich Bundestrainer Dieter Lauterbach. Den letzten Schliff hatte er vor der EM dem deutschen Team in einem Trainingslager in Ungarn verpasst. Das zahlte sich bei dem hohen Niveau der Europameisterschaften in Osorhei aus. Akkurate Dressuren, packender Marathon und souveräne Kegelparcours das ist das Bild, das vom EM Championat 2026 im Nachwuchsbereich bleibt.
Allerdings sollten so eindrucksvolle sportliche Höchstleistungen auch im Jugendbereich von professioneller Promotion und weniger spartanischer Gesamtgestaltung begleitet sein.
- Empfang in Teschendorf (rechts Michael Grüber) (Foto: © Team Grüber)
- Jonathan Grüber im Gelände (Foto:© Team Grüber)
- EM Junioren Team (Foto: © Team Grüber)
Text: Margot Schöning
Fotos: © Team Grüber



