Das Finale in Fort Worth  dominiert Kent Farrington

Kevin Staut und  Visconti du Telman  eröffneten das Finale der besten sechs Reiterinnen und Reiter  mit einer Nullrunde in   58,51 Sekunden. Für die Vereinigten Staaten kam dann Katherine A. Dinan  mit ihrer Stute  Out of the Blue SCF in den Parcours. Sie war schneller als der französische Reiter. Mit  einer fehlerfreien Runde in 58,19 Sekunden war sie die Schnellste in der Third Final Competition und in der Gesamtwertung wurde sie Dritte.  Rene Dittmer  und sein  Cody 139  blieben auch in der dritten Finalrunde ohne Abwurf. Mit nur einem Zeitstrafpunkt belegte er im Gesamtklassement einen hervorragenden vierten Rang. Rene Dittmer hatte in allen drei Finalrunden  unglaubliche Nervenstärke bewiesen und mit Cody 139 eine der besten Leistungen seiner sportlichen Karriere gezeigt.

Für Steve Guerdat und Albfuehren’s Iashin Sitte hätte es heute den vierten Weltcup-Gesamtsieg geben können. Der Schweizer Ausnahmereiter siegte 2015 in Las Vegas  und 2016 und 2019 in Göteborg.  Aber heute konnte er diese Chance leider nicht nutzen. In der letzten Runde fielen zwei Stangen und das war am Ende der sechste Platz. Es bleibt also dabei, dass es noch keinem Reiter in der 46-jährigen Geschichte des Weltcups gelungen ist, den Titel viermal zu gewinnen.

Daniel Deusser  und  Otello de Guldenboom  waren nach ihrer Nullrunde im ersten Teil der Third Final Competition auch in der Entscheidung nervenstark und blieben fehlerfrei. Mit sieben Strafpunkten lagen sie nun in Führung.  Kent Farrington  hatte mit seiner Holsteiner Wunderstute Greya in der ersten Runde überraschenderweise einen Abwurf, den ersten überhaupt. Damit hatte er in der Entscheidung noch einmal für Spannung gesorgt. Als letzter Reiter hatte er es aber selbst in der Hand. Er konnte sich drei Zeitfehler leisten, aber es durfte keine Stange fallen.  Aber  Kent Farrington  zeigte ein weiteres Mal, dass er Nerven wie Drahtseile hat. An keiner Stelle des Parcours zeigten er und seine Greya eine Unsicherheit. Wilfried Sandmann, der Züchter dieser Wunderstute, konnte diesen grandiosen Erfolg leider nicht mehr erleben. Aber vielleicht hat er, wie es der Moderator Wolfgang Kohne formulierte, von oben zugeschaut… Kent Farrington feierte vor dem begeisterten heimischem Publikum damit heute seinen ersten Sieg in einem Weltcup-Final. Daniel Deusser  und  Otello de Guldenboom  belegten den zweiten Platz und die US-Amerikanerin   Katherine A. Dinan wurde Dritte.

Richard Vogel , der mit seinem Hengst  Gangster Montdesir in beiden Runden der Third Final Competition fehlerfrei  blieb und damit in der Gesamtwertung den neunten Platz belegte, hob im Interview hervor, dass sein Pferd großartig gewesen sei, die Fehler in der  Second Final Competition auf sein Konto gegangen seien  und er in Bezug auf die Entwicklung von Gangster Montdesir sehr optimistisch in die Zukunft schaue. 

Aus deutscher Sicht war das Weltcup-Finale von Fort Worth mit den Plätzen 2, 4 und 9 sehr erfolgreich. Das gilt auch für Patrick Stühlmeyer , bei seiner ersten  Weltcup-Final Teilnahme, auch wenn er heute  das Glück nicht auf seiner Seite hatte.

Das Ergebnis der Third Final Competition

Foto: © Silvia Reiner