Spanien siegt im Longines FEI Jumping Nations Cup™ Final – Challenge Cup
Am Donnerstag hatte das spanische Team die Qualifikation für das Longines FEI Jumping Nations Cup Final ganz knapp verpasst und sich dadurch auch nicht für die Olympischen Spiele in Tokio 2020 qualifizieren können. Am Samstagabend kurz nach 23.00Uhr war das alles vergessen. Nach drei Reitern lagen die Niederlande und Spanien gleichauf. Beide hatten es selbst in der Hand, sich den Sieg im Challenge Cup zu sichern. Die Spannung war sehr groß und fast mit Händen zu greifen, als Bart Bles, der letzte Reiter des niederländischen Teams in den Parcours ritt. Mit einer Nullrunde innerhalb der erlaubten Zeit würde er seine Mannschaft zum Sieg führen. Bis zum letzten Sprung sah es auch so aus, als ob ihm das gelingen würde. Aber dann fiel doch noch eine Stange. Damit war nun wieder alles offen…
Vor dem letzten Ritt….
Für Sergio Alvarez Moya, den letzten Reiter des spanischen Teams war der Druck enorm. Würde er fehlerfrei bleiben, wäre es der Sieg. Hätte er einen Abwurf, gäbe es ein Stechen zwischen den Niederlanden und Spanien. Würden ihm zwei Fehler unterlaufen, könnten sich die Niederländer über den Sieg freuen. In der Pressekonferenz sagte Sergio Alvarez Moya auf die Frage, wie er sich in dieser Situation gefühlt habe:
„Ich habe die Spannung im Publikum gespürt und ich wusste, dass die Erwartungen sehr hoch waren. Deshalb habe ich mich auf meinen Ritt konzentriert und mein Bestes gegeben. Ich habe gemerkt, dass es komplett leise war, als ich ritt. Und dann hörte ich die Menschen klatschen.“
Atemlose Spannung und unglaublicher Jubel
Man hätte eine Stecknadel fallen hören, als Sergio Alvarez Moya mit seinem Jet Run in den Parcours kam. Das Publikum hielt den Atem an. Schon am ersten Sprung hatte es bei einigen Reitern einen Abwurf gegeben. Beim ihm blieben alle Stangen liegen. Mit jedem weiteren gemeisterten Hindernis wurde die Spannung größer. Als Moya dann die sehr schwierige Schlusslinie vor sich hatte, schien es so, als würde es in der Arena noch leiser werden. Sprung für Sprung fieberte das Publikum mit und als Sergio Alvarez Moya nach dem letzten Hindernis durch die Ziellinie ritt brandete unbeschreiblicher Jubel auf. Er hatte es geschafft, die Nerven behalten und Spanien den Heimsieg im Challenge Cup gesichert.
In der Pressekonferenz sagte Teamchef Marco Fuste: „Ich bin sehr stolz auf mein Team und unseren Erfolg. Wir haben gekämpft und wurden belohnt.“
Coursedesigner Santiago Varela meinte:“Ich bin Spanier und viele Freunde von mir sitzen hier am Tisch. Ich bin sehr stolz auf sie und sehr glücklich über den Sieg.“
Fotos: Silvia und Hans-Joachim Reiner
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