Jeanne Sadran (FRA) , Foto:© Thomas Reiner

Frankreich siegt vor Marokko und Deutschland bei der Morocco Royal Tour 2026 in Rabat

In Rabat, der  Hauptstadt Marokkos, kämpften  Teams aus acht Nationen imNationenpreis des CSIO4* um den Sieg.

Für das deutsche Team gab es in der Mannschaftsprüfung über zwei Umläufe Chancen auf den Sieg.  Im   Stechen der vier punktgleichen   Nationen kam die deutsche Mannschaft auf den dritten Platz.

„Equipechef und Co-Bundestrainer Ralf Runge hatte folgendes Quartett zusammengestellt: Marie Ligges (27) mit der westfälischen Stute Ballerina NRW v. Congress, Harm Lahde (39) mit dem Hengst Oak Grove’s Commander Bond v. Comme il Faut aus dem Zuchtverband Oldenburg International (OS), Tom Schewe (28) mit dem OS-Wallach Congress Blue PS, ebenfalls ein Nachkomme des Congress, und Maximilian Lill (32) mit dem Holsteiner Wallach Kommandant, der von Comme il Faut abstammt. Der spanische Parcourschef Santiago Varela Ullastres hatte es den Reiterinnen und Reitern im ersten Umlauf nicht allzu schwer gemacht. Drei Teams konnten sich ohne Fehler auf den vorderen Plätzen behaupten: Belgien (223,75 Sekunden bei drei zählenden Ritten), Deutschland (224,66) und Frankreich (225,13). Im deutschen Team blieben Marie Ligges, Tom Schewe und Maximilian Lill fehlerfrei, Harm Lahde lieferte mit einem Abwurf das Streichergebnis.

Tom Schewe

Es war klar, dass bei dieser Leistungsdichte der Kampf um Sieg und Platz im zweiten Umlauf sehr spannend werden würde. Aber die Entscheidung ließ auf sich warten, denn gleich vier Mannschaften beendeten die zweite Runde nahezu fehlerfrei, nur vier Fehlerpunkte zählten insgesamt für Deutschland, Belgien, Frankreich und Marokko. So musste die Entscheidung im Stechen fallen. Equipechef Ralf Runge schickte Tom Schewe ins Rennen. Der deutsche Vizemeister von 2025, eines der aufstrebenden Talente des Springsports, kam mit seinem Congress Blue PS fehlerfrei in nur 34,93 Sekunden über die Ziellinie. Das war aber etwas zu langsam, denn die Französin Jeanne Sadran und ihr Dexter de Kerglenn benötigten 33,24 Sekunden. Auch der Marokkaner Abdelkebir Quaddar, der seit vielen Jahren im internationalen Springsport präsent ist, war schneller (33,78).

Abdelkebir Ouaddar bei den Weltreiterspielen

Abdelkebir Ouaddar

Platz drei also für Deutschland, die belgische Equipe wurde Vierte (4/33,94). Equipechef Ralf Runde lobte den Parcours, der „sehr gut gebaut war“: „Wir hatten zwei Matchbälle und hätten den Sack zumachen können. Ich bin aber total happy, wie dieser Nationenpreis verlaufen ist.“     Quelle: https://www.pferdesport-deutschland.de/news/aktuelle-meldungen/springen/rabat-platz-drei-fuer-springteam-im-nationenpreis- vom 11.10.2026

Das Ergebnis im CSIO4*-W – 1.50m – Nations Cup – Two Rounds – 226.1 – PRIX MINISTERE DE L’EDUCATION NATIONALE, PRE-SCOLAIRE ET DES SPORTS

Fotos: © Silvia und Hans-Joachim Reiner, Thomas Reiner