Julien Epaillard und Fringan de Vesquerie mit beindruckender Runde
In einem Starterfeld, das es in dieser Größe bei einer Weltmeisterschaft wohl noch nie gegeben hat, war der superschnelle französische Reiter unglaubliche 1,34 Sekunden schneller als der Niederländer Harrie Smolders, der bis dahin mit 71,96 Sekunden geführt hatte.
„Mein Pferd ist super vorsichtig gesprungen“, erklärte Julien Epaillard. Lediglich an zwei Stellen im Parcours habe er das Tempo noch einmal kurz zurücknehmen und einen Galoppsprung mehr einbauen müssen als ursprünglich geplant. Schnell genug war er dennoch – und wie: Nach 70,60 Sekunden blieb die Uhr stehen. „Das ist wirklich großartig“, sagte der 49-Jährige, der bei den Olympischen Spielen in Paris zur französischen Bronzemannschaft gehörte, in seiner langen Karriere bei Weltmeisterschaften bislang jedoch noch keine Medaille gewonnen hat. „Mein Pferd ist sehr sensibel“, so Epaillard. „Daher bin ich sehr glücklich darüber, wie gut er mit der Atmosphäre in dieser so beeindruckenden Arena zurechtgekommen ist.“ Quelle:Pressemitteilung ALRV vom 19.08.2026
Das deutsche Team führt nach dem ersten Tag
Das deutsche Team zeigte sich sehr geschlossen. Nur Richard Vogel hatte einen unglücklichen Abwurf, als er zu dicht an ein Hindernis kam. Daniel Deusser und Marcus Ehning blieben fehlerfrei und haben mit 0,86 bzw. 1,78 Strafpunkten hervorragende Ausgangspositionen.
Sophie Hinners zeigte im Sattel von Iron Dames Singclair „…eine Runde, die nicht nur stilistisch eine Augenweide, sondern zugleich ein höchst erfolgreiches Rennen gegen die Zeit war. „Heute früh hatte ich zwischenzeitlich das Gefühl, nervös zu sein“, gab die 29-Jährige offen zu. „Dann habe ich mir aber gesagt: Nein, du bleibst so cool, wie du sonst auch bist!“ Das gelang ihr eindrucksvoll. Mit 0,84 Strafpunkten belegte die Deutsche am Ende des Tages Rang vier.
„Alle vier haben sich vom Feinsten präsentiert“, zog Otto Becker ein positives Fazit. „Aber es hat sich bestätigt, was wir im Vorfeld gesagt haben: Alles liegt sehr, sehr eng zusammen – sowohl in der Einzelwertung als auch bei den Teams.“ Und in ebendieser Wertung liegt seine Equipe nach dem heutigen Tag mit 3,48 Strafpunkten an der Spitze – hauchdünn vor den Mannschaften aus Belgien (3,69) und den USA (4,85). Die Entscheidung um die Mannschaftsmedaillen fällt im Mercedes-Benz Preis, der am morgigen Donnerstag und Freitag ausgetragen wird. Quelle:Pressemitteilung ALRV vom 19.08.2026
Foto: @ Hans-Joachim Reiner
