Der Weltcup ist zurück in Amsterdam
Nachdem in den vergangenen Jahren s’Hertogenbosch die vorletzte Station der Weltcup-Saison war, kehrte der Weltcup in diesem Jahr in die niederländische Hauptstadt zurück. 2008 gab es zum letzten Mal ein Weltcupspringen in Amsterdam. Das Publikum honorierte diese Entscheidung mit ausverkauften Veranstaltungen, fachkundiger Begleitung und großem Beifall für alle Reiterinnen und Reiter.
Rodrigo Giesteira Almeida mit der ersten Nullrunde im LONGINES FEI World Cup of Amsterdam
Der portugiesische Reiter, der sein Land auch bei den Weltreiterspielen in Tryon vertrat, absolvierte den 415 Meter langen Parcours mit seinen 13 Hindernissen und 16 Sprüngen als erster Reiter ohne Abwurf. Louis Koninckx hatte einen Kurs gestaltet, der mit Höchstschwierigkeiten gespickt war.
Neben einer dreifachen und einer zweifachen Kombination galt es auch, sehr schwierige Distanzen und Hindernishöhen bis zu 1,60 Meter zu meistern. Außerdem wurde die erlaubte Zeit von 67 Sekunden für viele Reiter zum Problem. Insgesamt waren es am Ende ….Reiterinnen und Reiter, die durch einen Zeitstrafpunkt die Teilnahme am Stechen verpassten.
Eric van der Vleuten als erster Niederländer im Stechen
Unter dem Jubel des niederländischen Publikums blieb Eric van der Vleuten , der für sein Land in der Vergangenheit vielfach in Nationenpreisen am Start war, ohne Abwurf und innerhalb der erlaubten Zeit. Mit seiner Stute Wunschkind zeigte er einen harmonischen und couragierten Ritt, bei dem alle Stangen liegen blieben.
Niels Bruynseels für Belgien in der Entscheidung
Erst mit der Startnummer 26 bewies Niels Bruynseels, der Sieger des Weltcups von Basel, mit seiner Stute Gancia de Muze sehr eindrucksvoll, dass es doch noch ohne Abwurf geht. Mit seinem Ritt qualifizierte er sich als dritter Teilnehmer für das Stechen. Nach ihm gelang das noch der Schwedin Malin Bayard-Johnsson mit H&M Indiana, Kevin Staut (FRA) mit For Joy van’t Zorgvliet HDC, Daniel Deusser (GER) und Tobago Z und dem Schweizer Pius Schwizer mit dem Mecklenburger Wallach Cortney Cox. Als letztem Reiter gelang es Henrik von Eckermann aus Schweden, der als vorletzter Teilnehmer an den Start ging, den Parcours ohne Fehler zu beenden.
Acht Reiterinnen und Reiter kämpften um den Sieg im LONGINES FEI World Cup of Amsterdam
Rodrigo Giesteira Almeida machte mit einem sehr flüssigen und kontrollierten Ritt in 35,31 Sekunden den Anfang. Danach wuchs die Spannung immer mehr. Als Kevin Staut nach 34,67 Sekunden im Ziel war, glaubten wohl schon viele Zuschauer, dass das der Sieg sein könnte. Aber es ging noch sehr viel schneller. Daniel Deusser und Tobago Z unterboten die bisherige Bestzeit um mehr als eine Sekunde, als die Uhren bei 33,54 Sekunden stoppten.
Damit nicht genug, denn Pius Schwizer war mit seinem Cortney Cox noch einmal 0,20 Sekunden schneller.
Aber auch das war noch nicht der Sieg, denn Henrik von Eckermann und Toveks Mary Lou kamen nach sagenhaften 33,01 Sekunden unter dem begeisterten Applaus des Publikums ins Ziel.
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