8 Spänner - Susi - Meisterfahrerin Susanne Zierold, Brück (Foto:Margot Schöning)

Wilde Indianer und rasante Cowboys erobern Brück

Am kommenden Wochenende, dem 29. und 30.Juni, geht es hoch her in der legendären TITANEN-Arena im ansonsten beschaulichen, kleinen Flämingstädtchen Brück. Zum „Wilden Westen“ wird das 18. Kaltblutrennen im Land Brandenburg mit Pulverdampf aus sagenhaften 45 Colts und den noch berühmteren Winchester Gewehren, mit blitzschnellen Indianerpfeilen, mit Pferden in Kriegsbemalung, einem Überfall auf ein nachgebautes Fort, einem Indianerdorf, aber auch mit dem sogenannten „cattle drive“, einem originalen Rinder-Treiben mit zwei Cowboy- Mannschaften auf Quaterhorses, einem Bullriding für Mutige, mitreißender Westernmusik und 300 Line Dancern. Einiges davon wurde auf der Auftakt-Pressekonferenz am 19.Juni vorgestellt.

cattle-driver-Andreas Heß(Dessau), Sven-Pohl-Schmon (Querfurt), Marcus Jacubietz (Breitenbach/Harz)

Brück begrüßt seine Gäste zur größten Kaltblutschau Europas

„Der Wilde Westen“ ist das Motto der diesjährigen größten Kaltblutschau Europas mit gut 300 schwergewichtigen Pferden aus vielen Ländern wie Deutschland mit den meisten Teilnehmern, Holland oder der Schweiz. Optische Ausnahme bilden nur die Muli, allerdings aus einer Kaltblutstute und einem Esel gezogen, und die eingeladenen polnischen Koniks. Die ausdauernden und genügsamen schwarzfalbenen Koniks mit dem dunklen Aalstrich, im polnischen „kleines Pferd“ genannt, sind eine mittel- und osteuropäische Ponyrasse, die vorwiegend in der Landwirtschaft eingesetzt wird.

Die sportlichen Wettbewerbe, das Markenzeichen der „Titanen der Rennbahn“, sind neben den vielen Schaubildern im reißerischen Wild-West-Memento das Non-Plus-Ultra. Atemberaubendes Highlight wird in diesem Jahr das Formationsfahren der Acht-Spänner am Sonntag nach der Tombola-Verlosung.

Zuvor wird das stärkste Kaltblut als Champion von Brandenburg im schweren Zug ermittelt. Es dürfte auch in diesem Jahr wieder ein Wettbewerb sein, bei dem kein Zuschauer die Arena verlässt, sondern mucksmäuschenstill mit den ganz großen, schwer ziehenden Kraftprotzen mitfiebert. Meist gewinnen die Holzrücker-Pferde. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahlen beginnen die Vorentscheide der Zweispänner schwere Klasse (Sonnabend) und leichte Klasse (Sonntag) bereits um 8 Uhr, noch vor der eigentlichen Eröffnung, dem Einmarsch aller Reiter und Gespanne um 10 Uhr.

Später werden dann beim Hindernisfahren der Zwei-, Vier-und und Sechsspänner, sowie beim Wagenrennen die Sieger ermittelt. Gegen Veranstaltungsende brettern die Vier – , Acht – und Zwölfspännigen Römerwagen ins Rennoval. Am Sonnabend beginnt um 18.30 Uhr der traditionelle Umzug aller Teilnehmer durch die Stadt. Ab 21.00 Uhr wird das Tanzbein geschwungen beim Sommernachtball mit DJ Pizza und den Villga Girls aus Verona.

An beiden Tagen werden gegen 16 Uhr die Gewinner der Tombola gezogen. Traditionell ist der erste Preis jeweils ein Kaltblutfohlen, gesponsert von den Titanen Thomas und Burkhard Haseloff, die zusammen mit den Brücker Kaltblut Zucht- und Sportverein, die von um die 25.000 Zuschauer besuchte Show veranstalten. Wie stets gibt es einen Shuttle von mehreren kostenfreien Parkplätzen und vom Bahnhof. Die Besucher erwarten auf dem 10 Hektar großen Titanen- Gelände über 100 niveauvolle Marktstände und reichlich Gelegenheiten für Speis und Trank. Traditionell beginnen die Titanen mit dem „Offenen internationalen Brücker-Kaltblut-Fohlen-Championat“, einer idealen Vergleichs- und Vermarktungsplattform. Auf dem 15. Brücker-Fohlenlaufsteg treten am Freitag, dem 28.Juni über 30 kleine Rheinische Deutsche Kaltblüter an. Ab 14 Uhr beginnen Wettbewerbe, Training und Generalprobe. Ab 20 Uhr steigt die große Eröffnungsparty mit der Band „Nightfever“.

4 Spänner Titanen Urgestein Tino Baatz , Planebruch
8 Spänner – Susi – Meisterfahrerin Susanne Zierold, Brück

Cowboys – cattle driver – und Indianer
Indianerin und Treck Glockenwagen
Indianerinnen Sandra Cichy, r. Inga Köppgen Berlin
Petra Haase , GF Colbitzer Heide-Brauerei , Hauptsponsor + Präsidium

Fotos: Margot Schöning

Facebook Comments