Thibeau Spits (Foto: © Thomas Reiner)

„Meine Karriere hat gerade erst begonnen – und es könnte kaum besser sein, als es jetzt ist“ (Thibeaut Spits)

Das waren die ersten Worte des 25-jährigen Belgiers im Interview nach dem Finale. Er konnte kaum fassen, was er gerade geschafft hatte. In erster Linie lobte er sein Pferd:

„Es wird schwer, ihm jemals das zurückzugeben, was er für mich leistet. Er ist einfach unglaublich.“ Er sei sehr sehr stolz und glücklich und habe eigentlich keine Worte.

Harry Charles von Platz 23 auf den Bronzerang

Harry Charles

Der Start in das Championat verlief für den 27-jährigen Briten mehr als unglücklich.

„Zwei Abwürfe standen zu Buche – und die Enttäuschung war ihm deutlich anzusehen. „Ich war sehr unglücklich darüber, dass ich diese Stute nicht so präsentieren konnte, wie sie es verdient hatte“, erzählte der Brite. Zwischenzeitlich habe er sogar darüber nachgedacht, aufgrund seines Kontos von 7,17 Strafpunkten zum Finale gar nicht mehr anzutreten. Was ihn schließlich umstimmte? „Ich habe ChatGPT gefragt, ob ich noch eine Chance auf einen der vorderen Plätze hätte“, erklärte er mit einem spitzbübischen Lächeln. Die Antwort lautete: „Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich!“ Und tatsächlich: In den beiden entscheidenden Runden fügte sich am Finaltag alles zusammen – das außergewöhnliche Vermögen seiner zwölfjährigen Sportpartnerin und seine eigene reiterliche Klasse. Mit zwei makellosen Runden machte Harry Charles das Unwahrscheinliche möglich: den Sprung von Rang 23 (!) auf den Bronzerang.“   Quelle: Pressemitteilung ALRV vom 23.08.2026

Beide Reiter hatten in den letzten Jahren durch ihre herausragenden Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Dass sie nun für ihr Land Silber beziehungsweise Bronze holten, hatte wohl kaum jemand voraus gesehen. Der junge Belgier brachte es auf den Punkt, als er sagte, dass seine Karriere gerade erst begonnen habe. Harry Charles, der Sohn des Europameisters von 1995 Peter Charles , wird sich sicher auch durch seinen Erfolg beflügelt fühlen. Wir sind gespannt darauf, wie sich die  beiden  in den nächsten Jahren auf der internationalen Bühne präsentieren werden.

Fotos: © Thomas Reiner, Hans-Joachim Reiner