Bram Chardon

Bram Chardon gewinnt die Einlaufprüfung der Vierspänner

„Das Leipziger Publikum war durch das vorangegangene Showprogramm schon „on fire“, als die Vierspänner in der Sparkassen-Trophy ihre Einlaufprüfung für die am Sonntag anstehende Wertungsprüfung des FEI Driving World Cup™ absolvierten. Die Fahrer kommen alle sehr gern in die Messestadt, hier erwartet sie ein besonders begeistertes Publikum, das auch am späten Freitagabend den Wettkampf der Vierspänner mit großem Engagement begleitet. Als Dank an das Publikum fahren sie bei der Siegerehrung so etwas wie eine kleine Show, die Leipziger feiern die Fahrer frenetisch.

Umjubelter Sieger der ersten Vierspänner-Prüfung im FEI Driving World Cup™ in Leipzig war der Niederländer Bram Chardon. Ohne Abwurf absolvierte er den Stechparcours der Sparkassen-Trophy in 136,91 Sekunden, das konnte keiner toppen. Der Belgier Dries Degrieck war zwar schneller, allerdings fielen bei ihm zwei Bälle, damit standen acht Strafsekunden auf seinem Punktekonto, 143,06 Sekunden im Endergebnis bedeuteten Platz zwei. Als dritter Teilnehmer im Drive-off, wie das Stechen bei den Fahrern genannt wird, hatte sich der Australier Boyd Exell qualifiziert, welches die drei Zeitschnellsten aus dem Umlauf erreichen. Der siebenmalige Weltmeister bestreitet das Turnier mit einem gebrochenen Mittelfußknochen, was seinen fahrerischen Fähigkeiten jedoch keinen sichtbaren Abbruch tat. Dass er im Stechen in Hindernis Nummer neun mit so viel Speed unterwegs war, dass er eine Wendung nicht mehr fahren konnte, sondern geradeaus eine später zu erfolgende Durchfahrt nehmen musste, brachte ihm zwanzig Strafsekunden ein, er landete somit auf dem dritten Platz.

Auf dem vierten Platz rangierte Ijsbrand Chardon, der Vater des Siegers Bram Chardon. Wenn auch an fünfter und sechster Stelle im Klassement schlugen sich die deutschen Damen an den Leinen wacker. Anna Sandmann fährt ihre erste Weltcup-Saison, sie beeindruckte mit viel Mut zum Risiko und darf sich durchaus Hoffnungen machen auf ein gutes Abschneiden am Sonntag, wenn die letzte Chance besteht Punkte für das FEI Driving World Cup™ Final 2026 zu erreichen. Anna Mareike Meier, die zweite deutsche Fahrerin, fährt in Leipzig mit einer Wildcard, sie rangierte an sechster Stelle.

Statt der erwarteten acht Fahrer konnten nur sechs an den Start gehen: Christoph Sandmann, einer der erfolgreichsten deutschen Fahrer, der in Leipzig schon häufig am Start war, hier 2008 sogar das FEI Driving World Cup™ Final gewann, hatte sich kurz vor seiner Abreise zum Turnier beim Schneeräumen verletzt. Der Schwede Fredrik Persson ist an einer Mittelohrentzündung erkrankt, auch er musste bedauernd absagen. Beide Krankmeldungen kamen so kurzfristig, dass keine Nachrücker mehr aktiviert werden konnten.

Am Sonntagmittag gilt es für die Fahrer nun Punkte zu sammeln für das FEI Driving World Cup™ Final 2026 am 7. und 8. Februar in Bordeaux. Dort dürfen die acht punktbesten Gespanne antreten, Leipzig ist die letzte von acht Stationen, an denen sie Punkte sammeln können.“

Quelle:Pressemitteilung vom 17.Januar 2026 Miriam Benzien ENGARDE Marketing GmbH

Fotos: © Silvia und Hans-Joachim Reiner