Annina Nordström siegt vor Linda Heed und Holger Wulschner
Neustadt-Dosse – “Die DKB-Decke sah auf dem Schimmel sehr sehr gut aus”, witzelte Holger Wulschner (Passin) mit Blick auf seine Kollegin Annina Nordström (FIN) und ihren elf Jahre alten Wallach Esquire Z. Die 34-jährige Nordström und ihr Schimmel hatten kurz zuvor das mit 30.700 Euro dotierte Weltranglistenspringen im Preis der Deutschen Kreditbank AG gewonnen. Hinter der Finnin, die in 36,95 Sekunden buchstäblich unschlagbar schnell war, wurde Schwedens Linda Heed zweite mit dem 15 Jahre alten Conthargos-Nachkommen Crack Blue. Für Heed, die bereits beim Deutschen Spring-Derby glänzen konnte, war der Start in Neustadt-Dosse ein Wiedersehen nach vielen Jahren.
Aus dem kalten Schweden nach Neustadt-Dosse
“Ich glaube, es ist vielleicht 15 Jahre oder länger her, das ich hier war”, so die 47-jährige, die Schweden auch schon in Nationenpreisen vertrat, “jedenfalls gab es damals noch ein Mächtigkeitsspringen und die Mauer war zwei Meter hoch. Das hat mich echt beeindruckt.” Die Schwedin hat mit Minusgraden und Schnee in Brandenburg gar kein Problem. In Schweden sei es bedeutend kälter und es gab auch mehr Schnee. Während Heed dank der Öresund-Brücke eine unkomplizierte, aber durchaus lange Anreise hatte, geriet der Weg für Annina Nordström kurz, denn die Finnin lebt bereits seit über zehn Jahren in Niedersachsen. Prompt gab es viele Umarmungen und Glückwünsche von den deutschen Kolleg/innen. Nordström: “Das ist schön, wir kennen uns alle schon lange und die freuen sich alle mit mir.”
Holger Wulschner als bester deutscher Reiter war vollkommen zufrieden mit dem dritten Rang. “Es ist das erste Weltranglistenspringen für Vega de Laubry Z gewesen und wir haben sie selbst ausgebildet”, so Wulschner, “das war ein langer Weg, denn sie ist anfangs ein starkes Pferd gewesen mit eigenem Kopf. In den letzten drei Wochen hat meine Frau sie viel dressurmäßig geritten und das war sehr wertvoll.” Klar erkennbar war die Freude des Springreiters darüber, dass die Ausbildung der vergangenen Jahre inzwischen Früchte trägt.
Insgesamt 46 Paare gingen im mit rund 30.700 Euro dotierten Preis der Deutschen Kreditbank AG an den Start, darunter auch Felix Wassenberg aus Greiz, der bereits am Donnerstag den Auftakt beim CSI2* gewann und mit Elegant de L`isle Vierter wurde vor dem Deutschen Vize-Meister Tom Schewe (Bielefeld) mit Lester.
Quelle:Pressemitteilung vom 10. Januar 2026 (Brueske Medien)
Das Ergebnis im Großen Preis der Deutschen Kreditbank AG
