Fohlen vorn Quaterbeck a.d. Penelope v. Fürst Wettin v.v. Foto: Margot Schöning

Herzlich Willkommen zum Fohlenfrühling!

„Bienvenue à Poulains Printemps“, hätte wohl Friedrich der Große, Pferdeliebhaber und Gründer des Sanssouci der Pferde in Neustadt an der Dosse beim Anblick der herzerfrischend umher sausenden Klasse-Fohlen mit ihren Müttern ausgerufen.

Es ist gute Tradition, dass das Brandenburgische Haupt- und Landgestüt zum Fohlenfrühling einlädt, um den Pferdefreunden und gleichermaßen den  unterstützenden Steuerzahlern die Erfolge gelungener Zucht zu präsentieren.

 

 

 

35 Fohlen werden im größten staatlichen Stiftungspferdebetrieb des Bundeslandes erwartet. Die meisten springen schon in den Ställen, im Innenhof des Hauptgestütes und auf den weitläufigen Koppeln herum. 35 Stuten und 42 Zuchthengste (36 Reitpferde, 4 Rheinisch-Deutsche-Kaltblüter, 1 Haflinger, 1 Deutsches Reitpony) sowie Sperma von 16 Besamungshengsten sind die Erfolgsbasis, die auch im Ausland bis hin nach Übersee überaus geschätzt wird.

Casceni II

So ist Quaterback nach seinen eindrucksvollen sportlichen Erfolgen und der seiner Nachkommen z.Zt. der gefragteste Deckhengst, betonte Landstallmeister Uwe Müller. Betreut werden die auffallend menschen-
freundlichen Pferde von 67 Gestütsmitarbeitern und 19 Auszubildenden.

Freilaufend mit ihren  Fohlen zeigten sich Erfolgsmütter wie Poetry (All at once), Tochter der Poetin IV,
Philharmonie (Expose), die edle Mutter von Belantis, die Trakehnerstute Hoheit (Insterburg),
Mutter des Deckhengstes Quata Costa (Quaterback), Penelope (Fürst Wettin), Thea (Captain
Olympic) oder Tortola (Chicos Boy). In Deutschland gibt es neben Neustadt an der Dosse mit Marbach, Schwaiganger und Moritzburg nur noch drei züchtende Landgestüte.

Obwohl das Wetter  Anfang Mai Kapriolen schlug, erfreuten sich im Innenhof des Hauptgestütes viele
Besucher an den properen, zutraulichen Kleinen und erkundeten mit einer Armada von Gestütskremsern das 400 Hektar große Gestütsgelände, genossen Hausfrauenkuchen und Getränke in einem ehemaligen Schloss-Stall oder Gebrutzeltes vor dem Schloss mit der Inschrift: „Zum Besten des Landes“. Wie passend.

 

Überall im Pferdezuchtland Brandenburg tummeln sich schon die Fohlen. Gut 100 km entfernt eine ganz besondere Rasse: Langohren mit Kaltblutmüttern und dem Pyrenäen-Riesenesel als Vater beim bedeutendsten Muli-Züchter in Brandenburg, bei Achim und Grit Rensch in Lychen.                                          Auf den Neustädter Hengstparaden im Herbst, wie auch bei den Titanen der Rennbahn, der größten Kaltblutshow Europas, begeisterte er die Zuschauer schon oft mit seinen genügsamen, einsatzfreudigen Langohr-Rappen vorm Wagen und unter dem Sattel.

Fotos: Margot Schöning

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