Peder Fredricson, H&M All In (Foto:Silvia Reiner)

Der Europameister siegt im Mercedes Benz Championat von Hamburg

Peder Fredricson, H&M All In

Vor vollen Tribünen im Hamburger Derby-Park gingen 46 Reiterinnen und Reiter aus 15 Nationen im Mercedes Benz Championat an den Start. Auch in diesem Jahr gab es keinen Sonnenschein aber immer wieder ein paar Regentropfen, die aber der Stimmung keinen Abbruch taten. Der Parcours hatte eine Länge von 500 Metern und war in einer erlaubten Zeit von 86 Sekunden zu reiten. Dabei galt es, 13 Hindernisse mit insgesamt 16 Sprüngen, die bis 1,50m hoch waren, zu überwinden. Das Team der Parcoursdesigner um  Frank Rothenberger und  Christian Wiegand hatte einen Kurs gestaltet, der hohe technische Anforderungen stellte. Insbesondere die Kombinationen und einige schwierige Distanzen hatten es in sich.  https://results.hippodata.de/2019/1643/docs/03.pdf 

Europameister Peder Fredricson aus Schweden gehörte ebenso zu den Reitern, die im Umlauf fehlerfrei blieben, wie Marcus Ehning, Bart Bles, Harrie Smolders (beide NED), Luciana Diniz (POR) und Janne-Friederike Meyer-Zimmermann. Insgesamt konnten sich 13 Reiterinnen und Reiter für das Stechen um den Sieg im Mercedes Benz Championat von Hamburg qualifizieren.

Nur drei Nullrunden im Stechen

Marc McAuley aus Irland eröffnete das Stechen. Am Ende des Parcours hatte er zwei Abwürfe auf seinem Konto. Die nächsten 3 Reiter-Pferd-Paare kamen mit jeweils einem Abwurf ins Ziel, ehe Andre’ Thieme, dem dreimaligen Derbysieger,  die erste Nullrunde gelang. Dabei war er nicht besonders schnell unter-wegs.  Am Ende belegte er mit seiner erst neunjährigen Crazy Girl V den dritten Platz.

Andre Thieme, Crazy Girl V
Andre Thieme, Crazy Girl V
Andre’ Thieme

In der Pressekonferenz sagte er zu seinem Ritt:

“Es sieht jetzt so aus, als wenn ich ein ganz besonders helles Köpfchen wäre. Aber vor mir hatten vier Reiter Fehler und da kam es natürlich darauf an, erst einmal ohne Abwurf ins Ziel zu kommen. Die Stute, die ihren Vater Clinton nicht verleugnen kann, ist nicht die einfachste, aber sie hat viel Potenzial. Ich gebe mir Mühe, dieses Pferd ganz langsam aufzubauen, mal sehen, was dann noch wird.”

Andre’ Thieme

Die zweite Nullrunde zeigte der amtierende Europameister Peder Fredricson. Der Zweite der LONGINES FEI Weltrangliste, der sich auf dem riesigen Rasenplatz offensichtlich sehr wohl fühlte, war mit seinem 13-jährigen  H&M All In fast 10 Sekunden schneller als Andre’ Thieme und übernahm damit  die Spitzenposition.        “Es ist ein sehr gutes Pferd mit viel Blut, sehr nervös, aber motiviert genug, um Null zu gehen.” sagte Peder Fredricson in der Pressekonferenz.

Peder Fredricson
Peder Fredricson, H&M All In

Peder Fredricson im Siegerinterview
H&M All In mit Pflegerin

Nullrunde Nummer 3 kam von Luciana Diniz und Vertigo du Desert. Mit viel Risiko und einem sehr hohen Grundtempo absolvierte die sympathische Portugiesin den Stechparcours und blieb dabei fehlerfrei. Luciana Diniz: “Ich möchte all denen danken, die es möglich gemacht haben, dass dieses Pferd in mein Leben gekommen ist.”

Luciana Diniz
Luciana Diniz

Im Ziel war sie nur ganze 0,22 Sekunden langsamer als Peder Fredricson, der sich als Sieger im Mercedes Benz Championat über ein Mercedes Cabrio freuen durfte.

 

Luciana Diniz, Peder Fredricson und Andre’ Thieme

Fotos: Silvia und Hans-Joachim Reiner

 

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