Neustädter Weihnachtsgala 2018 (Foto: Margot Schöning)Neustädter Weihnachtsgala 2018 (Foto: Margot Schöning)

Neustädter  Weihnachtsgala

In der übervollen Graf-von-Lindenau Halle erlebten staunende Kinder mit strahlenden Augen, glückliche Eltern, Omas und Opas die diesjährige Märchen-Pferdeshow:  „Das letzte Einhorn“

Das „Sanssouci der Pferde“ hat sich mit seiner Weihnachtsgala einen Namen gemacht. Traditionell lädt das Brandenburgische Haupt- und Landgestüt immer am ersten Dezember-Wochenende zur märchenhaften Pferdeshow  in die Graf von Lindenau-Halle ein.

Bisher begeisterten  die Sterntaler, Schneewittchen, Rapunzel, Schnee- und Froschkönig, Nussknacker und Mausekönig.  Stets strömten wie  in diesem Jahr die Zuschauer aus nah und fern mit Bussen, Pkws und mit der Bahn, fürsorglich von einem Shuttle bis zur einstigen preußischen Remontenschule kutschiert. Ponyreiten und reichlich Leckeres zum Essen  gab es vor der  Veranstaltung und in der Pause.

Das Einhorn – Symbol für das Gute                                                                                                                 Die Neustädter  zauberten mit viel Liebe, Ideen, Pferdeverstand  und reiterlichem Können  eine neue, brillante, fantastische  Weihnachtsgala rund um das letzte Einhorn. Wohl wissend, dass die Mythengestalt  des Einhorns als das edelste aller Fabeltiere  und als Symbol für das Gute gilt.

Großen Anteil  hatten die  Azubis unter anderem mit ihrer Pony-Fahrquadrille, die Reiten-in-der Schule- Kids,  beispielsweise als wilde Stierhorde  und die zwischen vier und 24 Jahre alten Gestüts-Voltigierer.  Das geschah alles mit reichlich sportlichem Elan in der Arena, in der sonst großer Springsport und Pferdeschauen stattfinden.

Auch  renommierte  Gestütsmitarbeiter gestalteten das stimmungsvolle  Märchen. Im ansprechendem Kostüm dabei waren als Zauberer Hengstparade-Quadrillen-Chef  und Sattelmeister Jörg Ladwig, als böser Stier S-Dressur-Reiterin und Gestütsoberwärterin  Stefanie Fiedler,  als Einhorn M-Dressur-Amazone und Gestütswärterin  Katharina Dietel auf dem Dunkelschimmel Belmor, oder als Hexe Gestütswärterin Geraldine Wiedemann. Regie führte, wie schon in den Jahren zuvor, Gestütsgeschäftsführerin Regine Ebert.  Linda Wendel  erdachte die Geschichte.

Weihnachtsmann und Engel mit Schokolade                                                                                                 90 Akteure und 30 Helfer  spielten  an zwei Tagen die fesselnde, fantastische Geschichte vom letzten Einhorn, das seine Herde verlor, sich im Wald verirrte, von Bauern und Jägern beinah gefangen,  von den Stieren gejagt und  von der Hexe ins Meer gezaubert wurde.

Doch die  Kinder, die  den Wettkampf gewannen,  befreien das Einhorn zusammen mit Freunden wie Robin Hood und seinen wilden Gesellen, sowie dem guten, lange Zeit an einen Baum gefesselten Zauberer. Eine Attraktion bot als Gast Dajana Pfeiffer von der Excalibur-Horse-Show mit ihrer gerittenen Einhorn-Interpretation in der einfallsreich gestalteten Halle. Stimmungsvolle Lichteffekte und  der aus Kanonen rieselnde Goldschnee zauberten Theaterfluidum. Oft zum Mitsingen bewegten Musiken wie die Klassiker  Rondo Veneziano und Schneewalzer, Weihnachtsliedern wie  „Es schneit“ von Rolf Zuckowski  oder „Feliz Navidad“ vom puerto-ricanischen Sänger und Gitarristen  José Feliciano,“ Das Letzte Einhorn“ von Ella Endlich oder  der Soundtrack „Last Unicorn von America“  von Jimmy Webb zum gleichnamigen Zeichentrickfilm des US-Amerikaners  Peter S. Beagle. 

Für die kleinen Zuschauer kam das Beste zum Schluss.  Engel  verteilten Süßigkeiten an die in die Arena  strömenden Kinder, nachdem der Weihnachtsmann in  einem Schlitten mit  einem Friesengespann eingefahren war.  „Weihnachtsmann, Weihnachtsmann, Du bist der richtige“ riefen die Kleinen.  Der Mann im roten Rock winkte und wünschte allen ein gutes Fest und einen  ebensolchen Jahresanfang, weil  sich das Gute durch das befreites Einhorn nun wieder entfalten könne. Derweil kursierte auf den Tribünen manch lockerer, wohlwollender Spruch. Einhörner seien  wie Traumfrauen oder Traummänner. Jeder rede darüber, aber niemand habe  sie je gesehen.

 

Fotos: Margot Schöning

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