Mario Stevens (Foto: Hans-Joachim Reiner, Archiv)Mario Stevens (Foto: Hans-Joachim Reiner, Archiv)

Mario Stevens zum ersten Mal Deutscher Meister der Springreiter

Bei herrlichem Wetter und in einer ausverkauften Arena fiel heute die Entscheidung bei den Deutschen Meisterschaften der Springreiter. Auch in diesem Jahr waren die Bedingungen beim Balve Optimum ganz hervorragend und boten Reitern und Pferden alle Möglichkeiten, sich dem begeisterten Publikum zu präsentieren.

Balve Optimum feiert 70.Geburtstag

1948  fing alles an. Damals sei der Platz überhaupt nicht mit dem zu vergleichen gewesen, was jetzt zur Verfügung stehe, meinte Turnierchefin Rosalie von Landsberg-Velen im Interview mit dem WDR. Natürlich sei sie stolz darauf, die Tradition des Turniers nach ihrem Vater fortzuführen. Sie freue sich darüber, dass dieses Turnier nach wie vor eine besondere Atmosphäre ausstrahle, in Zeiten, in denen Orientierungen so wichtig seien. Im siebzigsten Jahr des Turnier sei es wiederum gelungen, eine hochklassige Veranstaltung zu organisieren, die Freunde des Reitsports nach Balve geführt habe, wo in der Dressur und im Springen die Deutschen Meister gekürt wurden.

Nach drei Umläufen mit guten Chancen auf den Meistertitel

Carsten-Otto Nagel und Marcus Ehning waren die einzigen Reiter, die es geschafft hatten, in den ersten drei Umläufen fehlerfrei zu bleiben. Ebenfalls sehr gute Chancen auf den Titel konnten sich Markus Beerbaum und Mario Stevens ausrechnen, die mit einem beziehungsweise zwei Zeitstrafpunkten im entscheidenden vierten Umlauf antraten.

Bei der Entscheidung der Damen am gestrigen Samstag hatte es Angelique Rüsen im dritten Anlauf geschafft, sich den Meistertitel zu sichern. Sie hatte sich im Stechen gegen Inga Czwalina durchgesetzt. Beide hatten nach dem Umlauf jeweils einen Zeitfehler auf ihrem Konto gehabt.

Würde es auch heute ein solches „Wimpernschlagfinale“ geben, von dem Bundestrainer Otto Becker gesagt hatte, dass er so etwas noch nicht erlebt  habe?

Mario Stevens siegt mit Talisman de Mazure

Am Ende war es ein Ergebnis, das so nicht zu erwarten gewesen war. Sowohl Marcus Ehning, wie auch Carsten-Otto Nagel und Markus Beerbaum konnten ihre Positionen nicht verteidigen. Aber Mario Stevens schaffte das. Am Ende standen bei ihm 3 Zeitstrafpunkte aus 4 Umläufen zu Buche. das war der Sieg und der Meistertitel.

Zweiter wurde Guido Jun. Klatte und Platz 3 belegte Michael Kölz.

 

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