Patrice DelaveauPatrice Delaveau (Foto: Thomas Reiner, Archiv)

Die erste Runde

Für die zwanzig Reiterinnen und Reiter, die im LONGINES Grand Prix of Hong Kong an den Start gingen, war der Parcours, den Louis Konickx und sein Team gestaltet hatten, eine große Herausforderung. Vor allem die dreifache Kombination, die Reiter und Pferde in der Mitte des Kurses erwartete, war eine der Höchstschwierigkeiten, die zu einer ganzen Reihe von Fehlern führte. Hinzu kam, dass fast alle Hindernisse das Endmaß hatten und am Ende des Parcours noch eine Zweifache auf die Reiter wartete, an der es auch zu einigen Abwürfen kam. (http://results.hippodata.de/2018/1448/docs/hongkonggphd_nurs1.pdf)

Aber natürlich gab es in diesem Weltklassefeld Reiterinnen und Reiter, die ohne Fehler blieben. Jamie Kermond aus Australien war der erste Teilnehmer, der ohne Abwurf ins Ziel kam. Unmittelbar nach ihm gelang auch Jane Richard Philips aus der Schweiz mit Foica van den Bisschop  eine Nullrunde. Insgesamt hatten sich am Ende der ersten Runde sieben Reiterinnen und Reiter mit einem fehlerfreien Ritt für den zweiten Umlauf qualifiziert:

Jamie Kermond (AUS), Jane Richard Philips (SUI), Kevin Staut (FRA), Patrice Delaveau (FRA), Daniel Deusser (GER), Max Kühner (AUT), Michael Withaker (GBR)

Hinzu kamen noch fünf Teilnehmer, die den Parcours mit 4 Fehlerpunkten beendet hatten:

Anna-Julia Kontio (FIN), Simon Delestre (FRA), Marc Houtzager (NED), Robert Smith (GBR), Christian Kukuk (GER)

Die Entscheidung im LONGINES Grand Prix of Hong Kong

Zunächst gingen die Reiterinnen und Reiter an den Start, die einen Springfehler auf ihrem Konto hatten. Anna-Julia Kontio war als erste an der Reihe und hatte erneut einen Abwurf. Der Niederländer Marc Houtzager blieb mit Sterrehof’s Calimero fehlerfrei. Robert Smith gelang das ebenfalls. Aber er war etwas schneller und übernahm zunächst die Führung. Auch Simon Delestre und Chesall Zimequest waren schnell, aber nicht schneller als der Reiter aus Großbritannien. Christian Kukuk und Colestus hatten Pech. Eine Verweigerung kostete soviel Zeit, dass es am Ende nur für den elften Platz im LONGINES Grand Prix of Hong Kong reichte.

Michael Withaker, der erste Reiter, der im ersten Umlauf fehlerfrei geblieben war,  kam auch in Runde 2 ohne Abwurf ins Ziel. Seine Zeit von 42,89 Sekunden reichte aber am Ende nur für den fünften Platz.

Zunächst übernahmen Daniel Deusser und Cornet D’Amour mit 37,96 Sekunden die Führung.

Daniel Deusser Cornet D'Amour (Foto: Thomas Reiner, Archiv)
Daniel Deusser Cornet D’Amour (Foto: Thomas Reiner, Archiv)

Das war fast fünf Sekunden schneller, aber nicht schnell genug, denn Patrice Dealaveau kam nach einem furiosen Ritt in 37,81 Sekunden ins Ziel. Auch Max Kühner mit seinem großartigen Cielito Lindo 2 blieb ohne Abwurf  und war dabei nur ganze sieben Hundertstel langsamer als Patrice Delaveau.

Max Kühner und Cielito Lindo 2 Foto:Hans-Joachim Reiner
Max Kühner und Cielito Lindo 2 (Foto:Hans-Joachim Reiner (Archiv)
Max Kühner und Cielito Lindo 2 (Foto:Silvia Reiner, Archiv)
Max Kühner und Cielito Lindo 2 (Foto:Silvia Reiner, Archiv)

Silvia Reiner (Archiv)

Damit endete der  LONGINES Grand Prix of Hong Kong mit einem Ergebnis, das es so wohl nur sehr selten gegeben haben dürfte, denn die Reiter auf den ersten drei Plätzen trennten nur 0,15 Sekunden, wobei die Differenz zwischen  Patrice Delaveau und Max Kühner nur sieben Hundertstel betrug…

Fotos: Silvia Reiner, Thomas Reiner, Hans-Joachim Reiner

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